RS Kaltern Oberplanitzing ansitz strengherrnhof strengherrenhof
RS Kaltern Oberplanitzing ansitz strengherrnhof strengherrenhof

Weitere Ansitze in Kaltern

Ob Andergassen, Greifenburg, Strengherrnhof oder Kaltenburg: Kalterns Liste an historischen Baudenkmälern umfasst 119 Objekte.

Kaltern war in früheren Jahrhunderten bevorzugter - und klimatisch begünstigter - Standort für Adelsfamilien, die hier ihre Ansitze errichteten, sowie von Klöstern, die hier ihre Weingüter hatten. Darunter befindet sich auch das größte Kloster der bayerischen Geschichte, Tegernsee, das bereits im 8. Jahrhundert n. Chr. über Ländereien in Oberplanitzing verfügte. In diesem Kalterer Ortsteil sind heute noch mehrere Ansitze zu finden, die durch ihre Türmchen und Erker im Überetscher Stil bezaubern, darunter der Edelsitz Andergassen mit seinem Florianfresko von 1728. Er zeigt am Torbogen das Wappen von Jakob an der Gassen und Rosina Klinger, Bewohner im 17. Jahrhundert. Das Anwesen ist vermutlich aber bedeutend älter.

Auch der Ansitz Strengherrnhof (im Bild) steht in Oberplanitzing: Er stammt aus dem 16. Jahrhundert und bezaubert ebenfalls durch seine Erker und Türmchen im Überetscher Stil. Es handelt sich hierbei um den ehemaligen Wohnsitz des Richters Baron von Wohlgemuth. Am Maria-von-Buol-Platz in Kaltern Dorf erhebt sich hingegen der Ansitz von Pach, ein denkmalgeschütztes, ca. 400 Jahre altes Haus mit herrlicher Fassade. Beide Gebäude wurden behutsam restauriert und bieten heute Unterkunftsmöglichkeiten in historischem Ambiente.

In St. Josef am See sind zwei Ansitze zu finden: die Greifenburg, ein viereckiger Bau im Renaissancestil, wurde 1612 von Nikolaus Greif erbaut und befindet sich heute im Besitz der Grafen Enzenberg. Das ursprüngliche Wappen ist noch sichtbar. Der zweite Ansitz, Kaltenburg, wurde in derselben Zeit vom Baumeister Bartolomeo del Galletto errichtet. Auftraggeber war der Jurist Friedrich Altstätter, Pfleger der Gerichte Tramin und Kurtatsch. Das Wappen am Gebäude zeigt jenes der Herren von Wolkenstein, die im 18. Jahrhundert den Ansitz bewohnten. Seit 1965 gehört er zu den Ländereien von Ignaz Brigl und ist - wie die anderen Ansitze - denkmalgeschützt.

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