Überetscher Stil

Einen sehr mediterran anmutenden Baustil erkennen Sie an den altehrwürdigen Ansitzen von Kaltern und Tramin.

Der Überetscher Stil hat seinen Ursprung tatsächlich im Süden, nämlich in der Toskana. Von 1550 bis 1600 wurden viele Ansitze im Überetsch aus- und umgebaut, die Baumeister kamen meist aus dem italienischen Raum. Vor allem die toskanische Bauweise hatte großen Einfluss auf den Überetscher Stil - Claudia de’ Medici, zu jener Zeit Landesfürstin von Tirol, wurde nämlich 1604 in Florenz geboren. Auch ihr Sohn, Ferdinand Karl von Österreich, bevorzugte diesen Baustil.

Typisch für den Überetscher Stil, eine spätgotische Bauweise mit Einflüssen der italienischen Renaissance, sind Gebäudekomplexe mit einem Innenhof, doppelbogigen Fenstern, Loggien, zinnenbewehrten Mauern, Erkern und Freitreppen. Innen zeichnen sich die Ansitze durch Räume aus, die symmetrisch um einen sogenannten “Saal” oder einen großen Flur angeordnet sind.

Das italienische Flair hat eine sehr positive Auswirkung auf die Ausstrahlung der Bauten, die sich majestätisch, aber in ihren Details verspielt präsentieren. Um 1600 endete die Blütezeit des Überetscher Stils, der dann um 1900 in Bozen als Südtiroler Ausprägung des Heimatstils neu aufgegriffen wurde, sichtbar z.B. am Stadtmuseum Bozen in der Sparkassenstraße. Übrigens: Der Begriff “Überetsch” bezeichnet geografisch das Gebiet westlich der Etsch mit den Gemeinden Kaltern und Eppan. Der Baustil ist aber natürlich auch in der Nachbargemeinde Tramin vertreten.

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