Ein Kastanienhain am nördlichen Rand des kleinen hübschen Dörfchens erfreut im Herbst mit seiner Farbenpracht. Die Kirche und ein kleines Lebensmittelgeschäft prägen das kleine Dorfzentrum. Sogar Kindergarten und Schule sind vorhanden.
Planities superior hieß die kleine Ortschaft noch vor der Eindeutschung, was soviel heißt wie “obere ebene Hangterrasse”. Hier in diesem uralten Weinbaugebiet hatte das größte Kloster der bayerischen Geschichte, das Kloster Tegernsee, seine Besitzungen. Urkunden bestätigen den Weinbaubesitz des Klosters bis ins 8. Jahrhundert zurück.
Zentrum von Oberplanitzing ist die St. Johannes Kirche. Die spätgotische Kirche ist dem Johannes dem Täufer geweiht und wurde in seiner jetzigen Form um 1584 erbaut. Am nördlichen Ende des Dorfes finden wir außerdem Reste eines spätgotischen Turmes, wo einst die St. Georgs Kirche gestanden hat. Diese Kirche wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und im 17. Jahrhundert umgebaut. Unter Kaiser Joseph II jedoch verfiel das Gotteshaus.
Und genau hier, um den sogenannten “St. Georgsturm”, finden jedes Jahr am Pfingstwochenende ein Wettbewerb für Reiter und Pferd statt. Im Rahmen des Internationalen Eppaner Burgenritts treffen sich hier sehr viele Menschen, die natürlich auch zusammen feiern.
Oberplanitzing grenzt übrigens an Eppan, der nächsten großen Marktgemeinde in Richtung Bozen.