Mit dem Rad auf die Mendel

Die historische Mendelstraße gilt als Leckerbissen für alle, die mit dem Fahrrad hoch hinauf und das Panorama und die Abfahrt genießen wollen. Damit das auch wirklich Spaß macht, hier ein paar Tipps.

Eine Straße mit glanzvoller Geschichte: 1885 wurde die Strecke von Eppan und Kaltern auf den Mendelpass fertig gestellt. Bereits vor 1900 fanden auf der Panoramastrecke Rad- und Automobilfernfahrten statt. Zum legendären Ruf trugen auch die rund 40 Autorennen bei, die bis Ende der 1980er Jahre stattfanden.

Von Kaltern aus treten wir die Europastraße über St. Anton und St. Nikolaus hinauf. Bei der Kalterer Höhe (Gasthaus, gut für eine erste Pause geeignet) trifft die Straße auf die eigentliche Mendel-Staatsstraße, die von Bozen über Eppan den Pass hoch führt. Und gleich geht es auch schon los mit den ersten Kehren, beim Mischwald in der Nähe von Schloss Matschatsch. Dann folgt ein fast gerader Abschnitt in südliche Richtung, der nach Überschreiten der 1.000-Meter-Höhenmarke am so genannten Tumortal vorbei führt. Und hier, an den schroffen Felswänden, wird die Straße enger, und die Aussicht besser - vom Kalterer See zu den Dolomiten.

Zum Abschluss folgt noch eine Reihe enger Kehren, ehe die Passhöhe auf rund 1350 m Höhe erreicht ist. Diese ist Wasserscheide, Verwaltungsgrenze (zwischen Südtirol und Trentino) und Sprachgrenze in einem. Im Westen das Nonstal, im Osten das Tal der Etsch. Souvenirläden, Restaurants und ein paar Kleidungsgeschäfte bilden den kleinen Ort am Pass, wo sich auch die Bergstation der Mendelbahn befindet. Nach einer erholsamen Pause mit Panoramasicht geht es bergab - ganz ohne Mühe hinunter nach Kaltern zurück.

Autor: AT

Startpunkt: Kaltern, Kellereistraße
Fahrzeit: Bergauf je nach Kondition 90 bis 180 Minuten, bergab 20 Minuten
Streckenlänge: ca. 15,5 km (je Fahrtrichtung)
Höhenunterschied: 950 hm
Fahrbelag: Asphaltstraße mit Autoverkehr.
Höhenlage: zw. 400 und 1.350 m Meereshöhe
Erlebt: Mai 2012

Tipps:
- Vermeiden Sie die Strecke wenn sich Temperaturen um die 30 Grad ankündigen, denn Asphalt und Felsen machen die bereits vormittags sonnenexponierte Strecke schnell zu einem Hitzepol.
- Besonders an Wochenenden und Feiertagen wird die Strecke stark von Motorradfahrern benutzt. An Werktagen hingegen liegt deren Zahl meistens in für Radfahrer akzeptablen Größenordnungen.
- Ohne Kondition und Ausdauer ist die Auffahrt nur schwer zu packen. Überschätzen Sie sich nicht - es gibt auch im Tal tolle Radrouten. Oder Sie fahren mit der Mendelbahn hoch und unternehmen am Berg eine gemütliche Mountainbike-Tour.

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