Egetmannumzug in Tramin

“Maschgra” - der Faschingsumzug in Tramin, der alle begeistert!

Der Traminer Egetmann Umzug ist wohl die bekannteste Faschingsveranstaltung Südtirols und findet alle zwei Jahre an ungeraden Jahren statt.

Der Umzug stellt eine Bauernhochzeit und Tätigkeiten in der Landwirtschaft dar.

Die Hauptperson, der “Egetmann Hansl” ist eine Puppe. Wie seine Begleiter, die als Ratsherren bezeichnet werden, ist er mit Frack und Zylinder gekleidet. Die Braut, die wie alle Figuren des Umzugs, nur von einem Mann dargestellt werden darf, sitzt neben ihm in weißen Kleid. In einer schwarzen Kutsche, die von Pferden gezogen wird, werden sie durch das Dorf gefahren.

Die Hochzeitsgesellschaft ist von Bauern und Knechten umgeben, welche mit Sensen und anderen Arbeitsgeräten der Landwirtschaft ausgestattet sind. Sie führen als Transportmittel einen Protzenwagen mit der Penne mit. Außerdem ist eine Egge, mundartlich “Eget”, dabei, die dem Faschingsumzug ihren Namen gegeben hat.

Zu den bekanntesten Figuren des Egetmann Umzuges zählen die “Burgln” und “Burgltreiber” (im Bild). Sie haben rußgeschwärzte Gesichter und Hände, auf dem Rücken eine Kraxe mit einer Puppe, ihrem Kind, und sind durch Schellenlärm weit zu hören. Die “Burgltreiber” tragen eine aufgeblasene Schweinsblase mit sich, mit der sie auf die “Burgln” einschlagen. Ihre Namen stammen vom lateinischen “purgare”, was mit reinigen oder wegschaffen übersetzt werden kann. Weggeschafft oder ausgetrieben werden sollen die bösen Wintergeister aus den Häusern, in die die “Burgln” manchmal von ihren Verfolgern fliehen.

Weiters bekannt sind die Schnappviecher oder “Wudelen”, wie sie von den Einheimischen genannt werden. Übersetzt heißt das nichts anderes als Zicklein oder Kitz. Das “Maul” des Wudeles, das mit hölzernen Zähnen und einer Zunge aus Blech bestückt ist, kann über ein Zugseil unter möglichst großer Lärmentwicklung auf- und zugeklappt werden. Der Kopf ist mit einem dunklen Fell bekleidet, außerdem ist es mir Hörner und Augen versehen.

Ein Wagen, der wahrscheinlich seit einem Jahrhundert mit dabei ist und viel Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist die “Altweiber-Mühle”. Ihr Ursprung ist in der Sterzinger Gegend anzusehen. Die Mühle besteht aus einem mehrere Meter hohen kastenartigen Holzaufbau, an einer Seite mit dem Mühlrad bestückt und hinten oben mit Seilaufzug versehen. Von den Müllern werden “alte Weiber” (wieder recht schlampig gekleidete junge Burschen), eingefangen und auf Schubkarren durch die Menge zur “Altweiber-Mühle” gebracht. Mit dem Seil werden sie nach oben gezogen, wobei sie sich stark dagegen wehren, um schließlich ins Innere der Mühle gestoßen zu erden. Das Mühlrad dreht sich, dann wird noch kräftig Sägemehl in die Menge gestoßen und anschließend springt aus der Öffnung daneben ein junges Mädchen heraus.

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